Effiziente Gleis- und Umfeldvermessung in Basel mit Mietsystem GEDO GX50 im Praxiseinsatz

Effiziente Gleis- und Umfeldvermessung in Basel mit Mietsystem GEDO GX50 im Praxiseinsatz

Im Rahmen eines Gleisvermessungsauftrages einer innerstädtischen Strassenbahnstrecke von rund 1.5 Kilometern in Basel setzte das beauftragte Ingenieurbüro Jauslin Stebler das Trimble System GEDO GX50 ein. Ziel des Projekts war es, für die Basler Verkehrs-Betriebe BVB eine hochpräzise, vollständige und zugleich wirtschaftliche Datengrundlage für Planung, Betrieb und Unterhalt der Strecke zu schaffen. Dabei konnte Jauslin Stebler den Trimble Gleismesswagen mit Scanningsystem aus dem Mietpark der ALLNAV für die Messung einsetzen.

Schnellere Projektdurchführung. Umfassenderes Datenmaterial

Klassische Gleisvermessungen sind zeitintensiv und fragmentiert. Üblicherweise müssen Einzelpunkte mit einer Totalstation erfasst werden, durch manuelle Messungen mit Gleismesslatten in kurzen Abständen. Die Folge: hoher Personalaufwand, lange Sperrzeiten und auf die Gleise selbst beschränkte Daten. Es zeigt sich: Für moderne Anforderungen wie BIM-Modelle, Lichtraumprofilanalysen oder detaillierte Fahrleitungskontrollen stossen herkömmliche Methoden zunehmend an Grenzen und sind letzten Endes nicht wirtschaftlich.

Für das Projekt stellte die ALLNAV aus ihrem Mietpark das Trimble System GEDO GX50 zur Verfügung – einen intelligenten Gleismesswagen, zusätzlich ausgerüstet mit zwei Scanköpfen. Das System ermöglicht die gleichzeitige Erfassung von:

  • Gleisgeometrie (Spurweite, Überhöhung, Gleislage)
  • der kompletten Umgebung (Fahrleitungen, Masten, Signale, Bauwerke, Bäume etc.)
  • sowie der absoluten Lage durch geodätische Referenzierung mittels einer Trimble Totalstation
Die Erfassung der 2 x 1.3 Kilometer langen Tramstrecke einschliesslich der Umgebung erfolgte zu Fuß bei Schrittgeschwindigkeit. Mit einem Gesamtgewicht von etwas über 25 Kilogramm konnte das System von zwei Personen einfach auf das Gleis gesetzt werden – es kam zu keiner Verkehrsbelastung.

Projektablauf

Nach einer vierstündigen Geräteschulung durch ALLNAV führte Jauslin Stebler die Messungen vor Ort in Basel eigenständig durch. Innerhalb von einem Tag wurden rund drei Kilometer Tramstrecke in einem einzigen Durchgang vollständig erfasst. Anschließend folgte eine weitere Schulung für den Einsatz der Auswertesoftware (GEDO Scan Office), ebenfalls mit vier Stunden Umfang.

Die Scanner erfassten die Umgebung als dichte Punktwolke, während der Gleismesswagen parallel die bahnspezifischen Geometriedaten lieferte. Das Ergebnis:

  • georeferenzierte und klassifizierte Punktwolken
  • absolute Gleisgeometrien
  • sowie die kombinierte Auswertung beider Datensätze

Ergebnisse und Nutzen

Die gewonnenen Daten bilden eine hochpräzise Grundlage für:

  • BIM-Modelle als Basis für Sanierungen, Umbauten und Unterhaltsplanung
  • Lichtraumprofilanalysen
  • Detaillierte Fahrleitungskontrollen
„Mit klassischen Methoden hätten wir das Projekt niemals wirtschaftlich durchführen können, die Möglichkeit das System zu mieten und selbst einzusetzen war entscheidend. Wir waren begeistert, wie professionell die ALLNAV uns unterstützt und begleitet hat“ so Daniel Sutter, Leiter Vermessung/Geomatik bei Jauslin Stebler.

Ein motivierendes Fazit

Der Einsatz des Trimble Gleismesswagen GEDO GX50 und der folgenden Datenauswertung mit GEDO Scan Office zeigt, wie moderne Vermessungstechnologie klassische Methoden ablöst: schneller, umfassender und datenreicher. Das Projekt in Basel belegt, dass sich selbst komplexe innerstädtische Infrastrukturen in kurzer Zeit vollständig erfassen lassen – ein klarer Mehrwert für Betreiber, Planer und Instandhalter gleichermaßen. Der Einsatz als Mietlösung hat gezeigt, dass eine Investition bei temporären Aufträgen seitens der Bahnbetreiber nicht erforderlich ist, auch weil Gleismesswagen und Auswertungssoftware nach kurzer Schulung vom Vermessungs- oder Ingenieurbüro vor Ort selbst eingesetzt werden kann.
ALLNAV plant, das System künftig mit einer IMU (Inertial Measurement Unit) auszustatten. Dadurch entfällt der Bedarf einer zusätzlichen Totalstation zur Positionsbestimmung – der Messprozess wird nochmals deutlich effizienter.